IT & Technik · iCloudPhotoSync
iCloudPhotoSync kann auf einer Synology inzwischen auch den Videoteil von Live Photos speichern. Wichtiger als die neue Funktion sind jedoch mehrere behobene Fehler beim Zugriff und beim Abgleich. Wir ordnen die Versionen 1.5.6 bis 1.7.0 ein und zeigen dir, was du vor dem nächsten Lauf prüfen solltest.
iCloudPhotoSync: Warum der genaue Versionsstand zählt
Das Projekt von Euphonique ist ein Paket eines Drittanbieters für die Synology. Es stammt weder von Apple noch direkt von Synology. Anfang November kamen mehrere Updates in kurzer Folge. Wer nur von den Live Photos in Version 1.6.0 gelesen hat, sollte deshalb auch die späteren Änderungen berücksichtigen. Im Projekt ist inzwischen Version 1.7.0 als neuester Release aufgeführt.
Die Versionen lösen unterschiedliche Aufgaben: 1.5.6 behebt Fehler bei Anmeldung, Zugriff und Dateiabgleich. 1.6.0 ergänzt den Videoteil der Live Photos. 1.7.0 ändert die Zuordnung von Alben und Ordnern. Ein sinnvoller Update-Check fragt daher nicht nur, ob eine neue Funktion vorhanden ist, sondern auch, welche älteren Fehler damit entfallen.
Notiere vor einer Änderung den installierten Stand und die gewählten Zielordner. Das hilft dir später, neue Dateinamen oder eine andere Anzeige der Alben richtig einzuordnen. Gerade bei einer großen Mediathek ist ein kleiner nachvollziehbarer Test hilfreicher als ein sofortiger kompletter Lauf mit vielen geänderten Optionen.
iCloudPhotoSync schließt Fehler beim Zugriff
Die Hinweise zu Version 1.5.6 nennen eine zuvor ohne DSM-Anmeldung erreichbare Schnittstelle. Neue Anfragen werden gegen die DSM-Anmeldung geprüft; bei aktivem Schutz gegen gefälschte Anfragen wird auch der passende SynoToken berücksichtigt. Außerdem prüft das Paket Konto-Kennungen, bevor daraus Dateipfade entstehen. Das sind Änderungen am Zugriffsschutz, nicht nur kleine Korrekturen der Oberfläche.
Auch die Meldungen zum Zustand des Abgleichs wurden verbessert. Ein voller Datenträger soll nicht mehr als erfolgreich abgeschlossener Lauf erscheinen. Bestimmte kurze Netzstörungen führen nicht mehr ohne Weiteres zu einer vermeintlich abgelaufenen Anmeldung. Für dich bedeutet das: Lies nach dem Update den letzten Lauf und seine Meldungen, statt allein auf eine grüne Verbindungsanzeige zu vertrauen.
Prüfe nach einem Test ein paar tatsächlich gespeicherte Dateien. Öffne sie direkt vom Ziel und vergleiche sie mit deiner Auswahl. So erkennst du, ob Bilder lesbar sind und ob der Lauf den gewünschten Bereich erfasst hat. Eine Erfolgsmeldung ist nützlich; eine nachvollziehbare Kontrolle des Ergebnisses macht sie erst belastbar.
Live Photos brauchen Bild und Video
Seit iCloudPhotoSync 1.6.0 gibt es unter den Dateieinstellungen eine Option, auch das Video von Live Photos zu speichern. Sie ist zunächst ausgeschaltet. Der Videoteil wird als MOV neben dem Foto abgelegt und nutzt den passenden Basisnamen. Dadurch kann Synology Photos das Paar erkennen. Das Paket berücksichtigt auch die Ausgabe als JPG.
Bereits abgeglichene Bilder können ihren fehlenden Videoteil beim nächsten Lauf nachbekommen. Wenn nur das Video fehlt, soll nur dieses erneut geladen werden. Die Release-Hinweise nennen grob zwei bis fünf Megabyte zusätzlichen Speicher pro Live Photo. Der echte Bedarf hängt von deinem Bestand ab; bei vielen Aufnahmen kann daraus ein deutlich größeres Zielverzeichnis werden.
Wähle für einen ersten Versuch einige Live Photos aus verschiedenen Jahren. Prüfe anschließend Bild und MOV gemeinsam. Wenn du Dateien später umbenennst oder in einen anderen Ordner legst, behalte die Paarung im Blick. Ein einzelnes MOV neben einem anderen Bild ist kein sinnvoller Ersatz für das zusammengehörige Originalpaar.
iCloudPhotoSync 1.7.0 trennt gleichnamige Alben sauberer
Version 1.7.0 verwendet den vollständigen Ordnerpfad als Schlüssel für Alben und Ordner. Gleichnamige Einträge unter verschiedenen Elternordnern sollen sich dadurch nicht mehr gegenseitig überschreiben. Das ist etwa dann wichtig, wenn ein Jahresordner mehrfach in deiner Struktur vorkommt.
Gleichnamige Einträge auf derselben Ebene erhalten Zusätze wie „(2)“ und „(3)“; der älteste behält seinen Namen. Bestehende Zuordnungen werden einmalig auf die neuen Schlüssel umgestellt. Auch die Auswahl eines Ordners wurde erweitert: Sein Häkchen erfasst nun die darunterliegenden Alben einschließlich der Unterordner.
Kontrolliere deshalb nach dem Wechsel deine Auswahl. Ein zusätzlicher Namenszusatz ist nicht automatisch der Beweis für eine überflüssige Kopie. Erst Pfad und Inhalt zeigen, ob zwei Einträge dasselbe Album oder unterschiedliche Bereiche deiner Mediathek darstellen. Lösche solche Ordner nicht allein wegen ihrer ähnlichen Namen.
So hältst du den Abgleich überschaubar
Beginne bei iCloudPhotoSync mit einer kleinen Auswahl und kontrolliere freien Speicher, Zielpfad und letzte Meldung. Prüfe dann einzelne Fotos, ein Live-Photo-Paar und ein Album mit einem häufigen Namen. Dokumentiere kurz, welche Optionen du dafür gewählt hast. Wenn diese Beispiele stimmen, kannst du den Umfang in Ruhe erweitern.
Ein laufender Abgleich sollte außerdem nicht deine einzige Form der Aufbewahrung sein. Für wichtige Bilder brauchst du einen getrennten, nachvollziehbaren Sicherungsstand. Entscheidend ist, dass du Dateien bei Bedarf auch wiederfinden und öffnen kannst. Das Update von iCloudPhotoSync verbessert einzelne Abläufe; die Ordnung und Kontrolle deines Bestands bleiben eine eigene Aufgabe.