2027 Dein Budget im Blick: höhere Sozialabgaben geplant und beispielhafte 576 Euro weniger Fixkosten pro Jahr. Keine Spargarantie.

Abgaben 2027 · Ein eigenständiger Beitrag der Marini Entertainment GmbH

Die Abgaben 2027 können einen größeren Teil deines Lohns aufzehren. Denn für viele Beschäftigte sollen die Beiträge zur Sozialversicherung steigen. Zugleich ist eine Senkung der Einkommensteuer geplant. Deshalb lohnt sich ein Blick auf beide Seiten deiner Rechnung: Was bleibt vom Lohn, und was zahlst du für Handy, Internet, TV und Strom?

Stand: 21. Oktober 2026. Die genannten Pläne sind noch nicht alle endgültig beschlossen. Deshalb zeigen die Werte für 2027 mögliche Folgen der Reformen.

Welche Abgaben 2027 steigen sollen

Bei den Abgaben 2027 plant die Regierung höhere Grenzen für die Beiträge. Diese Grenze heißt Beitragsbemessungsgrenze. Bis zu diesem Betrag zählt dein Lohn bei der Berechnung mit. Der Teil darüber bleibt dagegen beitragsfrei. Für 2027 sind folgende Werte pro Monat geplant:

Versicherungszweig 2026 2027 geplant
Kranken- und Pflegeversicherung 5.812,50 € 6.375,00 €
Allgemeine Renten- und Arbeitslosenversicherung 8.450,00 € 8.850,00 €

Liegt dein Lohn über der alten Grenze, sollen auf einen größeren Teil Beiträge anfallen. Dadurch kannst du mehr zahlen, obwohl der Beitragssatz gleich bleibt. Allerdings muss der Bundesrat der Verordnung noch zustimmen.

Außerdem sieht die geplante Reform der Pflege einen höheren Zuschlag für Kinderlose vor. Konkret soll er von 0,6 auf 0,9 Prozentpunkte steigen. Dabei zahlst du diesen Zuschlag als Arbeitnehmer allein. Deshalb kann er dich auch bei einem Lohn unter der alten Grenze treffen.

Die geplante Steuerentlastung

Bei den Abgaben 2027 geht es auch um die Einkommensteuer. Der Grundfreibetrag soll von 12.348 auf 12.564 Euro steigen. Damit bleiben 216 Euro mehr Einkommen steuerfrei. Das bedeutet jedoch keine Auszahlung von 216 Euro. Wie viel Steuer du sparst, hängt von deinem Einkommen und den weiteren Regeln ab.

Zudem soll das Kindergeld von 259 auf 267 Euro pro Kind und Monat steigen. Das wären 96 Euro mehr im Jahr. Auch der Steuertarif soll sich ändern. Deshalb wäre die Aussage „Alle haben 2027 weniger netto“ zu pauschal: Manche Haushalte können mehr Geld behalten, während andere trotz niedrigerer Steuer mehr Beiträge zahlen.

Abgaben 2027: Sachsen-Beispiele

Wir rechnen für kinderlose Beschäftigte ab 23 Jahren mit Arbeitsort Sachsen. Dabei sind sie gesetzlich kranken- und pflegeversichert und erhalten zwölf gleiche Monatslöhne. Außerdem setzen wir die geplanten Grenzen und den höheren Zuschlag für Kinderlose an. Zudem bleibt der Zusatzbeitrag der Krankenkasse im Modell in beiden Jahren bei 2,9 Prozent. Auch die übrigen Beitragssätze bleiben gleich.

Monatsbrutto Zusätzlicher Arbeitnehmerbeitrag pro Monat Zusätzlicher Arbeitnehmerbeitrag pro Jahr
4.000 € ca. 12,00 € ca. 144 €
6.000 € ca. 39,84 € ca. 478 €
6.500 € ca. 84,66 € ca. 1.016 €

Das sind zusätzliche Sozialbeiträge vor der Steuerwirkung, kein Nettoverlust. Denn höhere Beiträge können die Steuer mindern. Auch die geplante Steuerentlastung ist hier noch nicht eingerechnet. Für Eltern, andere Kassen oder andere Bundesländer fällt die Rechnung anders aus. Außerdem sind die Jahreswerte gerundet.

Bei 6.000 Euro Monatsbrutto zählen in der Krankenversicherung zum Beispiel 187,50 Euro mehr vom Lohn mit. Dadurch führt dein Anteil von 8,75 Prozent zu rund 16,41 Euro mehr Beitrag. In der Pflege steigt dein Anteil im Sachsen-Modell von 2,9 auf 3,2 Prozent. Zusammen mit der höheren Grenze sind das rund 23,44 Euro mehr. Ungerundet ergibt die Summe 39,84375 Euro im Monat. Daraus folgen rund 478 Euro im Jahr. Allerdings kann die Lohnabrechnung wegen der Rundung um einzelne Cent abweichen.

Vier Kostenbereiche im Vergleich

Die folgenden Preise sind frei gewählte Beispiele, keine aktuellen Angebote und keine Spargarantie. Damit zeigen wir, wie sich kleine Beträge im Monat über ein Jahr summieren. Ein Wechsel hilft dir nur, wenn ein passender Tarif zu diesen Preisen verfügbar ist und rechtzeitig beginnt. Zudem enthalten alle Preise die Umsatzsteuer.

Kostenart Bisher im Beispiel Nach Prüfung im Beispiel Ersparnis pro Jahr
Mobilfunk – ein Vertrag ohne neues Smartphone 29,99 €/Monat 19,99 €/Monat 120 €
Festnetz und Internet – ein Anschluss 44,99 €/Monat 34,99 €/Monat 120 €
TV – ein kostenpflichtiges Paket 17,99 €/Monat 9,99 €/Monat 96 €
Strom – 3.500 kWh/Jahr 38 ct/kWh + 150 € Grundpreis/Jahr 32 ct/kWh + 120 € Grundpreis/Jahr 240 €
Gesamt 2.595,64 €/Jahr 2.019,64 €/Jahr 576 €

Beim Strom rechnen wir zum Beispiel mit gleichem Verbrauch: 3.500 kWh × 0,38 Euro + 150 Euro ergeben 1.480 Euro pro Jahr. Der zweite Tarif kostet dagegen 3.500 kWh × 0,32 Euro + 120 Euro, also 1.240 Euro. Dadurch spart der Haushalt im Beispiel 240 Euro. Mit Handy, Internet und TV sind es 48 Euro im Monatsdurchschnitt oder 576 Euro im Jahr.

So lassen sich die Abgaben 2027 und laufende Kosten einordnen: Bei 6.000 Euro Monatsbrutto stehen rund 478 Euro mehr Sozialbeitrag vor Steuerwirkung beispielhaften 576 Euro weniger Fixkosten gegenüber. Daraus folgt jedoch kein persönlicher Nettoüberschuss. Denn dafür fehlen deine Steuerwirkung, die echten Tarife und die Kosten des Wechsels. Der Vergleich zeigt zunächst nur die Größenordnung.

So prüfst du deine vier Verträge

Wer wegen der Abgaben 2027 seine Verträge prüft, sollte beim Handy auf Netz, Datenvolumen und den Preis nach einer Aktion achten. Nutzt du dein Smartphone weiter, kannst du einen Tarif ohne neues Gerät prüfen. Ein neues Handy musst du dagegen mit seinem vollen Preis einrechnen. Bei Festnetz und Internet zählen außerdem die Leistung an deiner Adresse, der Router und der dauerhafte Preis. Nach einer stillen Verlängerung nach der Mindestlaufzeit kannst du solche Verträge grundsätzlich mit einem Monat Frist kündigen.

Beim TV solltest du alle Pakete, Geräte und Abos zusammenrechnen. Denn ein günstigeres Paket kann weniger Sender oder Funktionen bieten. Allerdings bleibt der Rundfunkbeitrag von einem Tarifwechsel unberührt. Beim Strom brauchst du dagegen deine Postleitzahl und den Verbrauch pro Jahr. Vergleiche dann Arbeitspreis und Grundpreis zusammen. Außerdem zählen Laufzeit, Preisgarantie und der Preis ohne einmaligen Bonus.

Außerdem enthält unser Beispiel weder Boni noch einmalige Kosten. Anschluss, Geräte und doppelte Zahlungen in der Übergangszeit senken jedoch die echte Ersparnis. Beginnt ein neuer Tarif erst im Juli, hilft er 2027 nur für ein halbes Jahr. Deshalb kann die Ersparnis bei schon günstigen Verträgen auch null sein.

Abgaben 2027 und deine Verträge

Die geplanten Abgaben 2027 kannst du durch einen Tarifwechsel nicht ändern. Deine laufenden Kosten kannst du aber prüfen. Bring deshalb deine Rechnungen für Handy, Festnetz und TV sowie die letzte Stromabrechnung in deine Marini-Filiale mit. Dabei schauen wir gemeinsam auf Leistung, Laufzeit und den vollen Preis. Danach prüfen wir die bei uns verfügbaren Möglichkeiten.

So kannst du mit echten Zahlen entscheiden, ob sich eine Änderung lohnt. Denn ein Vertrag muss zu deinem Alltag und zu deinem Haushalt passen. Finde deine Marini-Filiale, lass deine Telefon- und Internetkosten prüfen oder frage einen Stromvergleich an.

Quellen und Rechenstand 21.10.2026: Bundesregierung, Sozialversicherungsrechengrößen 2027, 12.10.2026; Bundesfinanzministerium, Regierungsentwurf zur Einkommensteuerreform, 02.09.2026; Bundesgesundheitsministerium, FAQ zum Pflegeneuordnungsgesetz, Finanzierung der Pflegeversicherung, GKV-Beitragsübersicht und Mitteilung des Schätzerkreises vom 14.10.2026; Bundesnetzagentur, Vertragslaufzeit und Strompreisbestandteile; Verbraucherzentrale, TV-Empfangsarten. Eigene Modellrechnungen; Vergleichspreise zur Veranschaulichung.