
Audio · Sonos
Eine gute Musikanlage soll sich nebenbei bedienen lassen. Mit der Sonos App 27.1 verbessert der Hersteller die Suche, den Umgang mit der Warteschlange und die Sichtbarkeit von Systemupdates. Das klingt unspektakulär, betrifft aber genau die Handgriffe, die im Alltag häufig vorkommen. Wir erklären, was sich ändert und wie du die Neuerungen an deiner Anlage sinnvoll überprüfst.
Was die Sonos App 27.1 verändert
Sonos hat Version 27.1 am 6. Oktober 2026 für seine aktuelle App auf iOS und Android freigegeben. Die offiziellen Versionshinweise nennen automatische Suchvorschläge, eine erhalten bleibende Warteschlange während Radio- oder TV-Wiedergabe und besser erkennbare Systemupdates in den Einstellungen. Auf Android kommen zusätzliche Bediengesten hinzu. Es handelt sich um Änderungen an der Steuerung; aus diesen Angaben lässt sich keine neue Klangqualität der Lautsprecher ableiten. Wer vor allem Musik hört und gelegentlich den Fernseher einschaltet, dürfte den Nutzen eher beim Wechsel zwischen Quellen als beim ersten Start der App bemerken.
Die Versionsnummer der Smartphone-App und die Softwareversion deiner Lautsprecher sind unterschiedliche Angaben. Ein Update aus dem App Store oder Google Play aktualisiert zunächst die Bedienoberfläche auf dem jeweiligen Gerät. Meldet Sonos anschließend ein Systemupdate, betrifft das die Anlage. Deshalb lohnt es sich, beide Stellen zu kontrollieren. Die verständlichere Anzeige in den Einstellungen soll gerade dabei helfen, den Zustand einzuordnen. Sie bedeutet allerdings nicht, dass jede bislang fehlende Funktion automatisch verfügbar wird. Welche Geräte und Dienste du nutzt, bleibt für den tatsächlichen Funktionsumfang entscheidend.
Die Veröffentlichung erfolgt laut Sonos gestaffelt. Zwischen der Ankündigung und der Verfügbarkeit auf deinem Smartphone können daher Tage liegen; einzelne Funktionen können auch später erscheinen. Wenn ein Familienmitglied die neue Version bereits sieht und ein anderes noch nicht, ist das zunächst kein Beleg für einen Defekt. Prüfe den Store und die installierte Versionsnummer, bevor du die App entfernst oder die Anlage neu einrichtest. Ein funktionierendes System vorschnell zurückzusetzen, schafft zusätzliche Arbeit und hilft bei einer laufenden Verteilung gewöhnlich nicht weiter.
Suche und Warteschlange trennen
In der Sonos App 27.1 ergänzt die automatische Vervollständigung die Suche bereits während der Eingabe. Praktisch ist das bei langen Künstlernamen oder wenn du einen Titel nur ungefähr kennst. Ein Vorschlag ersetzt aber nicht den Blick auf das Ergebnis: Live-Aufnahme, Studiofassung, Coverversion und Podcast können ähnlich heißen. Achte deshalb weiterhin auf Interpret, Album und verbundenen Musikdienst. Für eine eigene Kontrolle eignet sich ein Titel, den du häufig abspielst. Suche ihn zunächst mit dem vollständigen Namen und danach mit wenigen Anfangsbuchstaben. So lässt sich beurteilen, ob die neue Eingabehilfe deine üblichen Suchwege tatsächlich verkürzt.
Die Warteschlange in der Sonos App 27.1 betrifft einen verbreiteten Ablauf: Du stellst mehrere Songs zusammen, wechselst zum Radio oder zur Tonwiedergabe des Fernsehers und möchtest später mit deiner Auswahl weitermachen. Nach den Versionshinweisen bleibt der vorgemerkte Inhalt nun während dieser Wiedergabe erhalten. Die Warteschlange ist dabei die aktuelle Abspielreihenfolge. Sie sollte nicht mit einer dauerhaft gespeicherten Playlist verwechselt werden. Für eine Zusammenstellung, die du nächste Woche wieder hören willst, bleibt das bewusste Speichern sinnvoll. Die neue Funktion verringert vor allem Unterbrechungen innerhalb einer laufenden Hörsitzung.
Teste den Wechsel mit einer kurzen, unkritischen Auswahl von drei bis fünf Titeln. Wähle einen Raum, starte die Musik, schalte auf Radio oder TV um und kontrolliere anschließend die Warteschlange dieses Raums. Bei mehreren Räumen ist die Zuordnung wichtig: Die Auswahl einer anderen Gruppe kann den Eindruck erwecken, deine Titel seien verschwunden. Dieser kleine Versuch hilft auch anderen Personen im Haushalt, den Ablauf kennenzulernen. Für einen geselligen Abend empfiehlt es sich, die Bedienung vorher zu prüfen, statt neue Gesten erstmals bei hoher Lautstärke auszuprobieren.
Neue Gesten unter Android
Auf Android ergänzt Sonos eine Geste zur Lautstärkeregelung mit zwei Fingern und einer Drehbewegung. Außerdem lassen sich Inhalte mit einer Wischbewegung nach rechts zur Warteschlange hinzufügen und Einträge aus „Zuletzt gespielt“ entfernen. Diese Funktionen nennt der Hersteller ausdrücklich für Android. Wer zusätzlich ein iPhone benutzt, sollte daraus keine identische Anordnung aller Bedienelemente ableiten. Entscheidend ist die Oberfläche auf dem gerade verwendeten Gerät. Unterschiedliche Betriebssysteme können denselben Zweck mit abweichenden Handgriffen erfüllen, auch wenn beide Apps dieselbe Hauptversionsnummer tragen.
Für die Lautstärkegeste ist ein Test bei niedrigem Pegel sinnvoll. Kontrolliere vor der Bewegung den ausgewählten Raum oder die aktuelle Gruppe. Gerade bei einer gemeinsamen Steuerung mehrerer Lautsprecher kann eine unbeabsichtigte Änderung sonst in mehreren Zimmern hörbar werden. Wer mit Gesten nicht gut zurechtkommt, sollte die sichtbaren Regler weiterhin als verlässlichen Einstieg verwenden. Neue Bedienmöglichkeiten sind dann hilfreich, wenn sie dir Zeit sparen; du musst deine Gewohnheiten nicht komplett umstellen. Erkläre anderen Nutzern der Anlage vor allem, wie sie eine versehentlich ausgelöste Aktion wieder korrigieren können.
Das Entfernen aus „Zuletzt gespielt“ räumt zunächst diese Ansicht auf. Daraus sollte man nicht schließen, dass der Verlauf eines verbundenen Streamingdienstes ebenfalls gelöscht wird. Solche Dienste führen gegebenenfalls eigene Listen und Kontoeinstellungen. Für eine aufgeräumte Sonos-Startseite kann die Funktion dennoch nützlich sein, beispielsweise nach einer einmalig abgespielten Kinderplaylist oder einem nicht mehr benötigten Radiosender. Wenn dir Datenschutz wichtig ist, kontrolliere zusätzlich die Einstellungen des jeweiligen Dienstes. Die neue Geste allein beantwortet diese Frage nicht und ersetzt auch keine Entscheidung darüber, wer dein Musikkonto im Haushalt verwendet.
Das Update an der Anlage prüfen
Vor der Installation solltest du prüfen, ob dein Steuergerät die aktuellen Anforderungen erfüllt. Sonos nennt für die aktuelle App mindestens iOS 18 beziehungsweise Android 10; weitere Einschränkungen für einzelne Geräte sind möglich. Ein älteres Smartphone kann deshalb trotz funktionierender Lautsprecher zum begrenzenden Faktor werden. Aktualisiere zuerst die App über den offiziellen Store und öffne danach die Systemeinstellungen in Sonos. Halte dabei etwas Zeit frei und kontrolliere anschließend Musikstart, Raumwahl und Lautstärke. So erkennst du früh, ob dein gewohnter Ablauf weiterhin funktioniert.
Treten danach Probleme auf, beschreibe sie möglichst konkret: Welches Smartphone verwendest du, welche App-Version ist installiert, welcher Raum ist betroffen und bei welcher Quelle entsteht die Störung? Prüfe außerdem, ob nur ein Musikdienst betroffen ist oder auch Radio und andere Inhalte. Eine solche Beobachtung grenzt die Ursache besser ein als mehrere Änderungen gleichzeitig. Unser praktischer Rat: Installiere Version 27.1, sobald sie für dein Gerät verfügbar ist, und prüfe zuerst die drei zentralen Abläufe Suche, Quellenwechsel und Warteschlange. Marini unterstützt dich bei der Einrichtung und bei der verständlichen Bedienung deiner Anlage.